Learn how to animate using digital and analogue 2D drawing techniques, 3D CGI, Stop-Motion, or experiment with VFX, 360° and virtual reality. In our modules you will train every aspect of your storytelling skills from traditional 3-act structures all the way to experimental narration.

Seit zwei Wochen ist nun die LuMAA am laufen, und ich sage euch, die Geschwindigkeit und die Ansprüche sind hoch: Ich lerne so viel animieren wie nie zuvor! Lasst uns doch kurz rekapitulieren, wie die beiden Wochen waren.

Woche 1: Walk cycles

In der ersten Woche kamen K.C. Roeyer und Simon Christen den weiten Weg von den Pixar Animation Studios in Kalifornien nach Luzern, um mit uns an den Grundlagen des Walk cycles zu feilen.

Als Modell diente uns Norman, ein etwa 10 Jahre alter Charakter mit viel appeal. Mit grossem Detailgrad wurde uns der Aufbau eines Walk cycles, also dem auf-der-Stelle-Gehen eines Charakters, nähergebracht.

Es war äusserst hilfreich, diese Grundlagen nochmal aufgefrischt zu kriegen, auch weil Simon und K.C. die Sicht von Pixar vermittelten und wir so einen anderen Ansatz gezeigt kriegten als im Studium. Auch Tricks und kleine Geheimnisse, wie mit einem (nicht permanenten!) Marker direkt auf den Bildschirm zu zeichnen, um Abstände und Arcs sichtbar zu machen, wurden preisgegeben.

Es wurde diese Woche die pose to pose Herangehensweise bevorzugt, in der, wie der Name schon verrät, die Schlüsselposen mit allen Controllern gemacht werden. Danach fügt man die in betweens, die Zwischenposen, ein und arbeitet sich so voran.

Natürlich kam bei all der Arbeit auch der Spass und das Kaffeetrinken nicht zu kurz (;

Woche 2: Creature Walk cycle

Die zweite Woche verbrachten wir mit Lukas Niklaus, welcher gerade von Weta Digital zu Industrial Light & Magic gewechselt hat (Glückwunsch!).

Mit ihm schauten wir uns die eher realistische Seite der Walk cycles an, nämlich einen Tiger für VFX. Wir studierten viel Referenzmaterial und lernten einen anderen Ansatz als in der ersten Woche kennen: den layered approach, die “geschichtete Herangehensweise”.

Dabei geht es darum, mit dem root controller zu beginnen, und das Modell wie eine Actionfigur im Raum zu platzieren. Langsam fügt man dann eins nach dem anderen die Füsse, Hüften, Brust und Kopf dazu, bevor man schliesslich in die Details geht, wie zum Beispiel wie die Zehen auseinander gleiten, wenn der Tiger auftritt. Entsprechend waren unsere Diskussionen auch angeregt:

Vielleicht noch mehr als letze Woche war das Vermitteln vom Gewicht der Kreatur unglaublich wichtig, da ein Realitätsgrad angestrebt wird. Wenn die Pfoten des Tigers durch die Luft schweben, ist die ganze Illusion dahin. Mist.

Kurz:

Die Zeit rennt, wir animieren uns die Hände ab, haben dank Ventilatoren nicht ganz so heiss und kriegen die seltene Chance auf Feedback von äusserst grossartigen Animatoren, welche so ganz nebenbei auch noch wahnsinnig sympathisch sind. Nicht die schlechteste Art, den Sommer zu verbringen!

 

Text: Rhoda Berger
Fotos: Leoni Dietrich

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23. August 2018

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