Das Annecy Animationsfestival kann man sich so vorstellen: Es ist ähnlich wie das Fantoche, nur grösser und mit mehr Anime. Annecy ist eine kleine Stadt etwa eine Stunde Busfahrt von Genf entfernt. Für europäische Verhältnisse teuer, aber immer noch günstiger als die Schweiz.

Angekommen in Annecy liefen wir noch mit unseren Koffern gleich zum Festivalzentrum um unsere Pässe zu holen.  Das Gelände ist etwa 10min vom Busbahnhof entfernt und mit den Tickets gibt es auch gleich Rabatt für die ÖV. Zusätzlich erhielten wir noch einen gratis Annecy Rucksack mit etlichen Programmheftchen und Flyern.

Gerade erst angekommen, rannten ein paar von uns schon zu ihren ersten Vorführungen. Hat man Glück und bereits eine Reservation, kann man einfach gemütlich ins Kino laufen, seine Karte scannen lassen und platznehmen (ist alles elektronisch hinterlegt). Hat man noch keine Karte, steht man erst mal an und hofft, dass man noch rein darf. 10min vor Filmbeginn werden dann die Wartenden je nach Anzahl freigebliebener Plätze hereingelassen.

Hier seht ihr ein kurzes Video zum Aufenthalt unserer Klasse in Annecy, gefilmt und geschnitten von Samantha Leung (Danke Samantha!). Das Video fängt die Stimmung des Festivals recht gut ein und führt durch einige Stationen. Aber Bilder sagen mehr als tausend Worte und Videos erst recht, also schaut es euch einfach gleich selbst an!

 

Das Festival besteht aus drei Hauptteilen. Der erste und offensichtlichste Teil  sind natürlich die Filme. Daneben gibt es noch Meetings und den Mifa Campus.

 

Filme

Ob Lag-/ oder Kurzfilm, Experimental oder Kommerz, FSK 6 oder 18 beim Annecy Programm ist für jeden was dabei. Im grossen Pathé Kinokomplex werden die meisten Filme gezeigt. Insgesamt flimmern in 11 Sälen Animationen über den Schirm. Bei den Midnights Specials beim Festivalcenter laufen alternativ zu den neuen Filmen alte Klassiker wie zum Beispiel „Perfect Blue“ und „Akira“. Und wenn man genug von geschlossenen Kinosälen hatte, kann man auch der Wiese platznehmen und sich gemütlich dem Openair Kino hingeben.

Alle der über 500 gezeigten Filme wird niemand schaffen, aber das Niveau jedes einzelnen ist sehr hoch. Am Schluss dieses Blogeintrag findet Ihr noch eine Liste der Filme, welche mir besonders gefallen haben.

 

Meetings

Mein persönlicher Favorit sind die Meetings. Viele wichtige und spannende Infos, guter Tipp für Studenten.

Einfach gesagt sind Meetings Präsentationen zu einem bestimmten Thema von verschiedenen Firmen oder Personen. Hier habe ich ein paar interessante als Beispiel aufgelistet, selber war ich aber nur in dreien davon. Für „Disney“ oder „Glen Keane“  musste man, wenn man rein wollte, sicher mindestens drei Stunden vorher anstehen.

 

Mifa Campus

Der Anlass für Networking für Animatoren/-innen die Business machen wollen.

Mit dem Studentenpass konnten wir auch einen Tag in die Mifa. Die Mifa ist ein Treff für verschiedene Firmen und Schulen aus allen Ländern, die sich präsentieren um Werbung zu machen und/oder Leute anzuwerben. Die Bewerbungen erfolgen in der Regel jeweils vor dem Festival, während dem Festival finden aber oft Vorstellungsgespräche statt. Visitenkarte ist an der Mifa ein muss. Es gibt auch viele coole Merchandise-Produkte, wer auf diese aus ist, geht am besten gleich zu Beginn auf die Jagt.

 

 

Was kann man sonst noch machen?

In Annecy gibt es neben Kino, Mifa und Meetings auch noch viele andere Beschäftigungsmöglichkeiten. „Glace essen“, allgemein einfach Essengehen, ein Velo mieten und Studentenparties. Auch gibt es viele interessante Geschäfte, z.B.: Einen kleinen Künstlerladen gleich in der Nähe des Geländes, einen Comicshop (fast alles auf Französisch…), beim Festivalcenter hat es auch einen Artbook/Comic/Movie/Figuren/Fanartikel/alles-mögliche-Laden, perfekt um sich die Zeit zwischen zwei Filmen zu vertreiben!

Und natürlich gaaanz viele andere Studenten, ideal für einen internationalen Austausch. Hierfür gibt es sogar Veranstaltungen von Annecy selbst wie zum Beispiel: „Student Snack Time“ und „Shorts & Breakfast“.

 

Das war’s von Annecy. Alles in Allem hatten wir extrem viel Spass. Das Filmfestival ist empfehlenswert, da es so breit ist, ist für alle was dabei. Probiert es am besten einfach selbst aus. Es ist auf jeden Fall ein Erlebnis für sich.

 

 

Meine Lieblingsfilme

Langfilme

Weiterempfehlen bei den Langfilmen kann ich „Feature Film in Competition 7: Lou Over the Wall“. -Bei diesem Anime geht es um eine Art Meerjungmädchen das auf einen High School Jungen trifft. Ein äusserst „süss“ und „humorvoll“ erzählter Film. Auch empfehlenswert ist der „Feature Film in Competition 5: Loving Vincent“ . Leider konnte ich mir kein Ticket ergattern, aber ich habe nur gutes über den Film gehört. Am Fantoche wird er ebenfalls gezeigt und auch gleich das Making Off dazu!

 

Kurzfilme

Bei den Kurzfilmen ist mir vor allem  „Graduation Films in Competition 2“ ins Auge gestochen. Eine echte Goldgrube an Kurzfilmen wie „Juliette“ und „Garden Party“.

ine persönliche Überraschung für mich war für das Kurzfilmprogramm: Commissionned Films in Competition mit vielschichtigen Videos wie: Giedré „Les Rois des animaux“, „Human Right Explained“, Moby „Are you Lost in the World Like Me?“.

 

 – Leoni Dietrich –

 

 

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16. August 2017

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