BERICHT FRÜHLINGSSEMESTER SEOUL, SÜDKOREA, ZAIDE KUTAY, 2.BA

안녕하세요! 잘 지냈어효? – Hallo, wie geht’s?

Ich bin jetzt seit gute einem Monat in Seoul, Südkorea und fühle mich mittlerweile recht wohl! Die Stadt ist riesig und obwohl asiatisch, doch recht westlich, sodass ich mitunter sogar vergesse, dass ich in Korea bin. Moderne Glasfassaden ragen neben 60er-Jahre Bauten in die Höhe, zerknautschte Häuschen schmiegen sich dicht an dicht in den Wohnvierteln zwischen den Industrie- und Wirtschaftszentren und irgendwo findet man einen buddhistischen Tempel oder ein Stadttor aus dem Mittelalter, gleich einer Insel, umgeben von Touristen-, Floh- und Strassenmärkten und brausendem Verkehr. Seoul ist eine Stadt, die unglaublich schnell gewachsen sein muss, das merkt man an jeder Ecke, neu und alt finden sich ohne viel Aufsehen zusammengemischt.

Unsere Partnerschule, die Korea National University of Arts ist etwa 30 Minuten vom Stadtzentrum entfernt. Sie liegt etwas erhöht; auf dem Gelände befinden sich die School of Film, TV & Multimedia, die School of Drama, School of Visual Arts, School of Korean Traditional Arts, diverse Ateliers, ein Studentenwohnheim und ein Park mit einer alten Grabstätte. In der Umgebung befinden sich weitere Universitäten und obwohl abseits des touristischen Trubels, gibt es viele nette und ausgesprochen gute Restaurants, die mit fantastischem Essen aufwarten können. Wir zwei von der Animation, Isabella und ich, sind zusammen mit Angelina, auch von der HSLU, aus K&V, in einem Zimmer im Studentenwohnheim einquartiert; trotz allem wir zu dritt in einem Zimmer hausen, ist die Stimmung gut. Insgesamt gibt es neun Austauschstudenten, davon vier Schweizer. Kommunikation im Allgemeinen gestaltet sich überraschenderweise sehr kompliziert – die Koreaner sprechen nicht gerne Englisch, viele können es nicht, viele haben Komplexe, als Ausländer ist man daher schnell isoliert. Ich bin froh, dass ich die Kurse zusammen mit Isabella besuche und wir somit immer zu zweit sind. Das soll aber gar nicht heissen, dass die Menschen hier unfreundlich sind, ganz im Gegenteil, sie sind ausgesprochen hilfsbereit und herzlich, wenn man sie etwas besser kennenlernt. Nachdem wir mit dem Animationsjahrgang essen und trinken gegangen sind, hat sich die Stimmung auch sofort entspannt. Vom Alkohol gelöste Zungen waren plötzlich des Englischen mächtig und wir konnten uns gut mit unseren Kommilitonen unterhalten. Das Kursprogramm verspricht interessant zu werden, die Auswahl unterscheidet sich leicht von der unseren; Isabella und ich, als 2d-Stundenten haben somit die Gelegenheit ergriffen und besuchen hier einen 3d- Einführungskurs – zum Glück sind Programm sowie die Tutorials auf Englisch..

Ich bin gespannt, was die nächsten drei Monate bereithalten werden – jetzt geht es erst einmal essen in Hongdae – Seouls hipstem Stadtteil, mit einer breiten Auswahl an Streetfood, Restaurants und natürlich einem pulsierenden Nachtleben.

내, 잘지냈어요! – Ja, mir geht es gut!

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31. März 2016

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