„Tote aber noch zuckende Fische im Teller, Hausfrauen in dröhnenden Pachinkohallen, zirpende Zikaden im Hochsommer und von Füchsen bewachte Schreine. Auf einmal waren wir in Japan!“

Ara Gonzalez, Vera Lang und ich verbrachten 2 Monate in Japan, angestellt als Praktikanten im Animationsstudio SIGNAL.MD, eine junge Tochterfirma des berühmten Studios Production I.G. In Mitaka (wo sich ebenfalls das Ghibli Museum befindet) arbeiteten wir für Animationsfilme und Animes und an den Wochenenden erkundeten wir mit dem Zug den Riesenbuddha Kamakuras, Akihabara das Elektronikviertel und Traum jedes Animefans, Kyotos Schreine mit seinen unzähligen Kitsunes und die elektronische Sushi Bar in Shibuya.

Eines Tages luden uns Yoshiki Sakurai (Produzent von Giovanni no Shima und der Mann, der uns dies alles ermöglichte), Kenji Kamiyama (Direktor eines der Projekte) und Christophe Ferreira (Animations- und Comickünstler) zum Essen ein. Beim Verlassen jedes Klimaanlage-gekühlten Gebäudes rief Sakurai: „Gahhhh! It’s like in a sauna!“ Der japanische Sommer am Ende unseres Aufenthaltes war tatsächlich fast unerträglich heiss und feucht. Und je heisser es war, desto lauter zirpten die Zikaden.

Wir blicken mit leichter Wehmut auf eine lehrreiche Zeit zurück, die wir mit Sicherheit nie vergessen werden.

Viviane Tanner

 

 

Japan

18. September 2015

Schreibe einen Kommentar