Mit Robert Seidel (geb. 1977) besuchte kurz vor Weihnachten eine herausragende Künstlerpersönlichkeiten der Digitalen Welt auf Einladung von MA und BA die Hochschule Luzern um über seine Arbeit und sein Selbstverständnis als Künstler im Spannungsfeld von freier Arbeit und angewandten Produktionen zu referieren.

Schwer einzuordnen zwischen Videokunst und Malerei, beschäftigt sich Robert Seidel mit virtuellen Darstellungen, die sich aus Informationen aus der realen Welt speisen. So ver- wendet er neben Zeichnungen, Scans und Photografien, z.B. Bewegungsabläufe in Form von Motion-Capture-Daten, um diese als Ausgangsmaterial zu verdichten. Hierbei entstehen sensible, oft farbenprächtige Bildwelten, die sich meist in sehr spezifischer Rhythmik zu immer neuen, unerwarteten  Kompositionen anordnen.

Robert Seidel gilt als kompromisslos, in seiner künstlerischen Haltung, wenn es um Auftragsarbeiten geht. Er konnte über sehr prägnante Situationen während diverser Produktionen berichten, die ihn in seiner Haltung bekräftigten, nur solche Arbeiten anzunehmen, in denen er seine eigenen künstlerischen Ideen konsequent umsetzen kann. Nach schwierigen Anfängen kann Robert Seidel inzwischen auf hochkarätige internatio- nale Arbeiten u.a. für Chanel, Time Warner und Sony verweisen.                                            Ein für die Studierenden sehr aufschlussreicher und inspirierender Besuch.

4. Januar 2011

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