Es zeigt sich wieder mal, wie wichtig es ist im voraus sich festzulegen, für welches Medium ein Film produziert wird – vor allem im Hinblick auf Kino, Fernseh und Computerbildschirme.

Im Fernsehbild hat es 576 aktive Zeilen und daraus folgt, dass für ein 4:3 Bildschirm das Bild ( 576 / 3 * 4 = ) 768 Pixel breit ist. Vorausgesetzt die Pixel auf dem Fernsehbildschirm sind quadratisch … das sind sie aber nicht! Sie haben ein Pixelseitenverhältnis von 1:1.094, also:

768 / 1.094 = 702 (nicht quadratische) Pixel breit

Ein Fernsehbildschirm ist also 702×576 Pixel gross. Aber auf dem Computer arbeitet man in der PAL Auflösung immer mit 720×576 Pixel – wie kommt das ? Und was geschieht mit den restlichen 18 Pixel?

Das digitale Bild ist effektiv breiter als das analoge. Die 702 Pixel vom analogen Bild sitzen in den 720 Pixel des digitalen mit je 9 zusätzlichen Pixeln auf beiden Seiten. Diese 18 Pixel werden für die digitale Bearbeitung benötigt. Zudem sind sie auch nicht quadratisch:

18 x 1.094 = 20 quadratische Pixel

Will man also ein Bild auf dem Computer herstellen, die dann am Ende auf einem Fernsehmonitor gezeigt wird, sollte man es ( 768 + 20 = ) 788 Pixel breit und 576 Pixel hoch machen.

Das selbe gilt für das Breitbild: das 16:9 Breitbild ( 1024×576 Pixel ) wird auch horizontal in ein 702×576 Pixel Format gestaucht. Die zusätzlichen 18 Pixel, wenn aufgerechnet auf 16:9 ergeben:

18 x 4 / 3 = 24, 24 x 1.094 = 26 quadratische Pixel

Folglich sollte eine 16:9 Bild auf dem Computer, das später auf einem Fernseher gezeigt wird, ( 1024 + 26 = ) 1050 Pixel breit und 576 Pixel hoch sein.

Daher auch der kleine Zipfel auf der Seite der BBC Testcard J:

BBC testcard J

Für weitere Details in sollte man sich die BBC – A guide to picture size Seite ansehen und die entsprechenden 16:9 und 14:9 Dateien herunterladen.

20. August 2008

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